Klavier-Wettbewerb rückt mitten ins Leben der Stadt
Konzerthaus Finale am 09.10.11
Konzerthaus Dortmund | Orchesterzentrum NRW | HCC Dortmund
Orchesterzentrum und Konzerthaus sind vom 1. bis 10. Oktober
2011 Bühne für junge Pianisten aus der ganzen Welt.
Fast ein Vierteljahrhundert alt ist der Internationale
Schubert-Klavier-Wettbewerb, aber jung und frisch wie Schuberts muntere
Forelle.
Zum zwölften Mal sind junge Pianisten aus der ganzen Welt
vom 1. bis 10. Oktober 2011 in Dortmund zu Gast. Einiges ist neu an diesem,
inzwischen in der internationalen Klavierwelt fest etablierten Wettbewerb:
Mitten in der Dortmunder Innenstadt, im Orchesterzentrum NRW, haben die
Pianisten nun einen Wettbewerbsraum gefunden, der mit seiner exzellenten
Akustik dem hohen Anspruch des Wettbewerbs gerecht wird. Und damit sind die
drei ersten öffentlichen Durchgänge auch noch mehr in das Leben der Stadt
gerückt.
Die ebenfalls öffentliche Finalrunde mit Orchester wird am
9. Oktober im benachbarten Konzerthaus, in einem Saal, der akustisch zu den
besten der Welt gehört, ausgetragen. Zur Wahl stehen dort wieder Schubert:
Adagio und Rondo D 487 in der Fassung mit Orchester, eines der
Mozart-Klavierkonzerte KV 466, KV 491 oder KV 595 sowie die Beethoven-Konzerte
Nr. 1, 2 oder 4.
Neu ist außer dem Geschäftsstelle, dem neuen Sekretariat und
dem frischen, zart blauen Design auch, dass im dritten Durchgang zusätzlich zu
einer großen Schubert-Sonaten eine Mozart-Sonate gespielt werden muss. Damit
können die jungen Pianisten Anschlagskultur zeigen und der Schubert-Wettbewerb
hat mit der Dortmunder Mozart-Gesellschaft dafür einen Partner mit Renommee
gewonnen.
Die dritte Neuerung ist, dass der Wettbewerb nun im
Vier-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird, alternierend mit dem Schubert
LiedDuo-Wettbewerb, der wieder 2013 stattfindet und dann ebenfalls alle vier
Jahre ausgetragen wird. Damit schließt sich der Schubert-Wettbewerb
renommierten Ausscheidungen wie dem Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb oder dem
Reine-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel an.
Die bisherigen 13 Schubert-Preisträger haben inzwischen
klangvolle Namen in der Klavierwelt. Oft werden sie als besonders
ausdrucksstarke Pianisten mit großem Sinn für Poesie gefeiert. Michael Endres,
der erste Schubert-Sieger aus dem Jahr 1987 hat eine große Karriere gemacht,
war auch Liedbegleiter von Hermann Prey und ist auf der ganzen Welt ein
gefragter Interpret. – Ebenso die Dortmunder Wettbewerbsgewinnerin Atsuko Seki
(1991) und der Sieger und Publikumsliebling des Jahres 2003, Amir Katz. Michael
Endres, der inzwischen in Neuseeland lebt, spielt auch das Eröffnungskonzert
des 12. Wettbewerbs am 2. Oktober um 18 Uhr in der Halle des
Harenberg-City-Centers.
Fast alle Preisträger sind Schuberts Musik treu geblieben,
spielen seine Werke immer mal wieder auf CDs ein. Der Wettbewerb war für viele
ein Karriere-Sprungbrett, die tiefe Liebe zu Schubert bleibt ein Pianistenleben
lang.
Dass die jungen Musiker, das technische Rüstzeug haben, um
sich auf den großen Bühnen zu behaupten, müssen sie in den Pflichtstücken der
beiden ersten Durchgängen, zu denen auch Etüden von Chopin oder Debussy,
Skrjabin, Strawinsky und Czerny sowie virtuose Lied-Transkriptionen von Liszt
gehören, zeigen. Die Jury ist mit neun namhaften Pianisten hochkarätig besetzt,
künstlerischer Leiter des Wettbewerbs ist Prof. Arnulf von Arnim.
Bis 30. Juni können sich die Pianisten anmelden.
Untergebracht werden sie wieder bei Gastfamilien. Die Sieger stellen sich im
Preisträgerkonzert am 10. Oktober im Orchesterzentrum NRW vor und nehmen dann
auch die von Sponsoren zur Verfügung gestellten und aufgestockten Preisgelder
in Höhe von insgesamt 26.500 Euro entgegen. Dem Sieger bezahlten die Sponsoren
zudem eine CD-Produktion.