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Klavier 1987 - 2007: Dortmund ist das Sprungbrett auf die große Bühne

Schubert-Klavier-Wettbewerb war für viele Pianisten der Start einer internationalen Karriere

In diesem Jahr macht der Internationale Schubert-Klavier-Wettbewerb Platz für seinen kleinen Bruder, den 1. Internationalen Schubert-Wettbewerb LiedDuo. 2011 spielen zum zwölften Mal die besten jungen Pianisten in Dortmund um die Schubert-Preise.

Längst ist der Wettbewerb ein Markenzeichen in der internationalen Wettbewerbslandschaft und ein Aushängeschild der Region und Imagefaktor für die Stadt. Dass der Schubert-Klavier-Wettbewerb tonangebend ist, zeigt auch die große Zahl von Agenten und Konzertveranstaltern, die zuhören, wenn die jungen Pianisten um die Preise spielen und sie dann verpflichten.

Die Schubert-Preisträger tragen den Namen der Stadt in die Welt. Pianisten wie Michael Endres, Gewinner des ersten Schubert-Wettbewerbs 1987, Amir Katz, erster Preisträger 2003, und Motoi Kawashima, Gewinner 2005, sind Publikumslieblinge geworden und haben internationale Karrieren gemacht. Und in den CD-Regalen sieht man viele der Dortmunder Preisträger immer wieder.

Michael Endres war viele Jahre auch Liedbegleiter von Hermann Prey und hat sein einfühlsames Schubert-Spiel auch dort bewiesen. Amir Katz hat gerade eine von der Kritik hochgelobte Doppel-CD mit allen „Liedern ohne Worte“ von Mendelssohn vorgelegt, und der Japaner Motoi Kawashima ist ein Publikumsmagnet in der Dortmunder Konzertreihe „Ausgezeichnete [[[&]]] Virtuosen“, in der in jeder Saison Gewinner der Schubert-Wettbewerbe im Mittelpunkt stehen. In der Saison 2009/10 wird Amir Katz dort wieder Residenzkünstler sein.

Stolz ist die Stadt auf die beiden Wettbewerbs-Gewinnerinnen, die die Dortmunder Musikhochschule hervorgebracht hat: Atsuko Seki, die 1991 siegte und seitdem regelmäßig in der Region konzertiert, und Elena Margolina, die den Wettbewerb vier Jahre später gewann.

Nicht nur als Interpreten, auch als Lehrer sind manche Wettbewerbs-Finalisten erfolgreich. Der Generationenwechsel, den der Wettbewerb in seiner 22-jährigen Geschichte vollzogen hat, wurde bei der Ausscheidung 2007 besonders deutlich: Konrad Elser, zweiter Preisträger 1989, schickte seinen Schüler David Meier. Und der wurde Dritter und war hinter zwei japanischen Pianisten der beste europäischer Pianist.

Den Poeten am Klavier hat der Schubert-Klavier-Wettbewerb gesucht und mit Preisträgern wie Michael Endres, Filippo Faes, Olga Filatova und Amir Katz gefunden. Und auch die Virtuosen, die meist aus Asien kamen, haben das Publikum und oft auch die Juroren immer wieder Neues in Schuberts Klavierwerk entdecken lassen.

Der Wettbewerbs-Sieg war für viele der Beginn einer großen Karriere. Die Klaviermusikfreunde in der Region hatten das Privileg zuhören zu dürfen, als die Pianisten den Grundstein dafür in Dortmund gelegt haben.