Pressestimmen
Keine "gnädige Akustik" im Orchesterzentrum
DORTMUND Der Schubert-Klavierwettbewerb hat einen Bruder bekommen: den Schubert-LiedDuo- Wettbewerb, der in diesem Jahr erstmals stattfindet. Die Idee dazu hatten Prof. Arnulf von Arnim und Dr. Hanns-Ferdinand Müller bereits vor zehn Jahren. Jetzt wird sie verwirklicht. Und damit vergibt der Wettbewerb nun auch in einer Gattung Preise, mit der Franz Schuberts Name besonders verbunden ist: dem Lied. 50 Duos, Sänger und Pianist, treten vom 26. September bis 2. Oktober im neuen Orchesterzentrum gegeneinander an. Durch seine klare Akustik helfe der Saal den Sängern nicht, stimmliche Schwächen zu glätten – so drückte Prof. von Arnim es am Montag bei einer Pressekonferenz aus. Er freue sich besonders über die große Internationalität der Teilnehmer. So gebe es Duos aus Japan, Aserbaid-schan und Korea. Dennoch seien Deutsch-Kenntnisse gerade bei den Schubert-Liedern unabdingbar: „Da rückt die deutsche Sprache ausnahmsweise einmal in den Vordergrund, wie das Italienische bei der Oper.“ 64 Bewerber-Duos hatten die Veranstalter, mussten also 14 von ihnen aus organisatorischen Gründen eine Absage schicken. „Wir haben das nach Aktenlage getan“, sagt Prof von Arnim, das ist möglicherweise nicht in allen Fällen ganz gerecht. Aber es gibt keinen gerechten Wettbewerb auf der Welt.“ Insgesamt schüttet der Wettbewerb Preisgelder in Höhe von 28 500 Euro aus. Der Erstplatzierte beispielsweise erhält 8000 Euro und die Möglichkeit einer CD-Produktion. Was aber für die Teilnehmer in aller Regel viel wichtiger als das Geld ist, ist das Renomee, was mit einem Preisgewinn verbunden ist. Schubert-LiedDuo-Wettbewerb hat hochkarätig besetzte Jury Hochkarätig besetzt ist die Jury, zu der mit Helen Donath und René Kollo zwei Opernstras gehören, aber auch der international anerkannte Begleiter Irwin Gage, der auch erheblich bei der Organisation des Wettbewerbs mitgewirkt hat. Das Preisträgerkonzert findet am 2. Oktober, einem Freitag, 19.30 Uhr, im Harenberg City-Center statt. Die Veranstalter suchen noch Gasteltern: Tel. 103836
(Ruhr-Nachrichten, Di., 4. August 2009)
Hommage an Franz Schubert
Westfälische Rundschau / WAZ, Joachim vom Brocker
Eine muntere Forelle springt aus dem Bach. Was so symbolisch auf Plakaten angedeutet wurde, freut den Dortmunder Internationalen Schubert-Wettbewerb besonders: erstmals seit dem 22-jährigen Bestehen gibt es den Wettbewerb Lied/Duo des Komponisten.
Für Professor Arnulf von Arnim ein „feierlicher, wichtiger Moment”. Der Wunsch nach einem Lied/Duo-Wettbewerb habe schon vor zehn Jahren bestanden, doch er war erst jetzt zu realisieren. Künftig, so ist geplant, werde sich Dortmunds ältester Musikwettbewerb im Drei- Jahres-Zyklus nur mit Klavier und dem Duo Gesang/Klavier abwechseln. Insgesamt 50 SängerInnen stellen sich vom 27. September bis 1. Oktober mit PianistInnen im Orchesterzentrum an der Brückstrasse der prominent besetzten Jury. Bekann-tester Experte unter ihnen dürfte Rene´ Kollo sein. Auf die Ausschreibungen hin beworben hatten sich 64 Sänger. Dass 14 Interessenten abgesagt werden musste, bedauerte Arnulf von Arnim: „Doch das war nicht anders möglich”.
Für viele Pianisten war der Schubert-Klavier-Wettbewerb Start in eine internationale Karriere. Dass dies auch mit dem Wettbewerb Duo/Lied gelingen wird, davon sind die Veranstalter felsenfest überzeugt. Es gehe weniger um die die Preisgelder, die zwischen 8000 und 3000 Euro liegen (plus professionelle CD-Einspielung). Teilnahme oder gar eine vordere Platzierung würden sich immer sehr positiv auf die berufliche Zukunft der jungen Künstler auswirken.
Eröffnet wird der Schubert-Wettbewerb am Samstag, 26. September, 18 Uhr, mit einem Liederabend der Singphoniker im Casino Hohensyburg. Zum Abschluss, am Freitag, 2. Oktober, präsentieren um 19.30 Uhr im Harenberg City Center die Preisträger Lieder aus ihrem Wettbewerbsrepertoire. Der Wettbewerb im Orchesterzentrum ist öffentlich. Für einige Teilnehmer werden noch Unterkunftsmöglichkeiten bei Familien gesucht.
(WR/WAZ, Dortmund, Di., 4. August 2009)